Wiesbadener Bürger erhalten Medaillen für ehrenamtliche Tätigkeiten

von Carolin Hinz (Wiesbadener Kurier 22.02.2014)

WIESBADEN – In einer festlichen Zeremonie verliehen Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel am Freitag in der „guten Stube“ des Rathauses an 19 Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zahlreiche Medaillen, Urkunden und Plaketten.

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Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel (in der Mitte) ehrten zahlreiche Bürger für ihr Engagement. Barbara Harsch und Inge Dauber rot markiert. (Foto: wita)

„Das Ehrenamt ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, beschreibt der Oberbürgermeister die Bedeutung der freiwilligen Tätigkeit, für die acht Wiesbadenerinnen und Wiesbadener ausgezeichnet wurden. „Gerade in einer so schnelllebigen Gesellschaft wie der heutigen, in der morgen das Gestrige schon nicht mehr modern ist, brauchen wir das Ehrenamt, das uns Stetigkeit, Verlässlichkeit und Langlebigkeit bietet.“

Nicht selbstverständlich

Die ehrenamtliche Tätigkeit sei ein Wert, der nicht selbstverständlich ist. Spaß und Interesse an der Tätigkeit, aber auch ein Gefühl von Verantwortung trage zum langjährigen Erfolg des Ehrenamtes ebenfalls bei. Doch auch Unternehmen tragen eine Verantwortung, findet Gerich. „Ich weiß es aus eigener Erfahrung, wie es ist, in einem Familienbetrieb aufzuwachsen. Es ist schön, aber gleichzeitig auch sehr hart. Man kann nicht einfach um 16 Uhr den Hammer fallen lassen.“ Auch für das langjährige Bestehen von Familienbetrieben haben die Unternehmer eine Verantwortung zu tragen: für sich, für die Mitarbeiter und die Kunden. Das bescherte auch Gerich nach eigenen Angaben manch schlaflose Nacht.

Zwei Bürgermedaillen in Bronze, fünf in Silber und ein Ehrenbrief des Landes Hessen wurden für die ehrenamtliche Tätigkeit an Wiesbadener Bürger verliehen.

800 Vereine

Die langjährige Vereinsarbeit lag dabei Wolfgang Nickel besonders am Herzen, der selbst Mitglied in über 20 Vereinen ist. „Wir haben in Wiesbaden knapp 800 Vereine, ohne sie wäre das öffentliche Leben traurig. Sie bieten jedem die Möglichkeit, sich beispielsweise sportlich zu betätigen und das zu einem günstigen Beitrag.“ Zudem kennt der Stadtverordnetenvorsteher noch einen Vorteil: „Gesangvereine machen auch noch schön. Ich selbst war 15 Jahre in einem.“ Lachen im Saal.

Die Stadtplaketten bekamen elf Wiesbadener Traditionsunternehmen für ihr 50-, 75-, 100- und sogar 150-jähriges Bestehen (die Adler-Apotheke).

„Sie alle sind das ‚Wir‘ als Kontrapunkt zum allgegenwärtigen ‚Ich‘ in unserer Gesellschaft“, lobt der OB die Jubilare und Ehrenträger. Er sieht sie als Vorbilder und Garant für Beständigkeit in der schnellen Gesellschaft.

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